|
|
Longieren
Zum Longieren gibt es - wie bei vielen Arbeitsmethoden mit Pferden - die verschiedensten Ansichten. Wer willens ist, longieren zu lernen, muss sich erst einen Weg durch diesen Dschungel bahnen.
Dazu ist es hilfreich, wenn der Ausbildner nicht nur vom Longieren als solchem redet, sondern seine bestimmte Art zu longieren genau definiert. Eine detaillierte Definition wird dem Lernenden aufzeigen, ob gerade diese Art des Longierens seinem Können und seinen Erwartungen entspricht. Zudem kann er bald kontrollieren, ob die Theorie des Ausbildners mit der Praxis übereinstimmt.
Meine Art des Longierens nenne ich "Alltagslongieren":
- Das Pferd bewegt sich höchstens drei Mal auf einem Zirkel der selben Grösse, am selben Ort, in der selben Gangart und in der selben Richtung.
- Mit Fantasie werden dem Pferd immer wieder neue Aufgaben gestellt, so dass diese Arbeit auch über längere Zeit motivierend bleibt.
- Das Wichtigste ist die Kommunikation zwischen Pferd und Longenführer; immer wieder holt der Mensch sich die Aufmerksamkeit des Tieres, setzt sich dabei durch und vertieft so auf spielerische Art seine Position.
- Es wird (ausser in ganz bestimmten Situationen) ohne Hilfszügel wie Ausbinder etc. gearbeitet. Deshalb kann direkt nach der Basisschulung des Pferdes (Halftern, Führen, Hufe geben) mit Longieren begonnen werden. Sinnvoll ist es, das Longieren mit der Bodenarbeit zu kombinieren.
- Wird das Longieren fest in den Trainingsplan integriert, so ist es sinnvoll der damit verbundenen Gymnastizierung einen hohen Stellenwert zu geben.
- In diesem Zusammenhang können Hilfszügel unter fachkundiger Anleitung über einen kurzen Zeitraum hinweg einem Pferd durchaus helfen, Bewegungs- oder Haltungsmuster besser zu erkennen. Damit der Hilfszügel eine zeigende oder erklärende Wirkung hat und das Pferd ihn nicht als Zwang oder Einengung erlebt, wird er nie länger als während der Hälfte einer Trainingseinheit von ca. 20 Minuten verwendet.
- Als Weiterführung können die verschiedensten Übungen der traditionellen Freiheitsdressur und des freien Longierens in einer Manege erarbeitet werden. Dies erweitert das Spektrum und macht zusätzlichen Spass.
Möchten Sie mehr über mein "Alltagslongieren" erfahren?
Kontaktieren Sie mich: Gerne zeige ich Ihnen diese Art des Longierens.
Informationen zum Longierkurs finden Sie hier.
|